Melatonin: ein Überblick

Melatonin ist ein Hormon, das von Natur aus im Körper vorkommt. Die Präparate, die man in der Medizin verwendet, werden synthetisch hergestellt. Der Wirkstoff ist meist in Tabletten oder Kapseln verpackt, aber auch in Flüssigkeit (Tropfen) gelöst oder in Formen, die an den Gaumen oder unter die Zunge gelegt werden können. Dadurch kann das Melatonin direkt in den Körper aufgenommen werden.

Anwendungsgebiete

Melatonin wird am häufigsten bei Schlaflosigkeit und zur Verbesserung des Schlafs bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt. Manche Menschen nehmen es auch, um die innere Uhr des Körpers zu regulieren, zum Beispiel bei Jetlag oder zur Anpassung des Schlaf-Wach-Zyklus bei Schichtarbeit. 

Die Hauptaufgabe von Melatonin im Körper ist es, den Schlafrhythmus zu regulieren. Dunkelheit veranlasst die Zirbeldrüse, mehr Melatonin zu produzieren, was dem Körper signalisiert, sich auf den Schlaf vorzubereiten. Zunehmendes Licht senkt die Melatoninproduktion und gibt dem Körper das Signal, sich auf das Wachsein vorzubereiten. Einige Menschen, die schlechte schlafen, haben einen niedrigen Melatoninspiegel. Es wird angenommen, dass die Zufuhr von Melatonin aus Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten ihnen beim Schlafen helfen kann.

Die Einnahme von Melatonin scheint bei Schlafstörungen die Zeit bis zum Einschlafen zu verkürzen, aber nur um etwa sieben bis zwölf Minuten. Nach dem Absetzen der Behandlung scheint das Schlafproblem wieder zurückzukehren. Melatonin könnte auch die Schlafdauer erhöhen, aber die entsprechenden Studien sind widersprüchlich, und der Nutzen ist möglicherweise nur gering. Manche Menschen sagen, dass sie mit Melatonin besser schlafen, obwohl Tests das nicht bestätigen. Es gibt einige Hinweise darauf, dass Melatonin älteren Menschen besser hilft als jungen Menschen oder Kindern. Dies könnte daran liegen, dass ältere Menschen von vornherein weniger Melatonin im Körper haben.

Die Forschung zeigt, dass Melatonin Schlafstörungen im Zusammenhang mit Krankheiten wie Depression, Schizophrenie, Epilepsie, Autismus, Entwicklungsstörungen und geistigen Behinderungen verbessern könnte. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Menschen mit Alzheimer, Demenz, Parkinson, traumatischen Hirnverletzungen oder Drogenabhängigkeit davon profitieren.

Nur wenige und nicht sehr belastbare Daten gibt es bisher zur Wirksamkeit von Melatonin in der Behandlung von COVID-19

Quelle


Für einen ruhigen Schlaf schwören viele Menschen auf die Wirkung von Melatonin.

 

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